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Technische Probleme bei Videokonferenzen vermeiden

Voraussichtliche Lesezeit: 3 Minuten

Auch wenn die meistgenutzten kommerziellen Videokonferenzsysteme wie Zoom und Microsoft Teams meist eine gute Sprachqualität und stabile Verbindung bieten, kommt es immer wieder vor, dass Teilnehmer:innen technische Probleme bei Videokonferenzen haben. Diese liegen oft nicht bei den Anbietern, sondern unwissentlich bei den Nutzern. Wie man selbst Vorkehrungen treffen kann, damit man nicht davon betroffenen ist, lesen Sie in diesem Artikel.

Häufige technische Probleme bei Videokonferenzen

Die Internetverbindung im Home Office

Im Home Office kann die zur Verfügung stehende Bandbreite niedriger sein, als man es von der Uni oder dem Büro gewohnt ist. Häufig arbeitet nicht eine Person alleine in einem Wlan-Netzwerk. Die zur Verfügung stehende Bandbreite teilen sich die Nutzer und Geräte untereinander auf. Die Entfernung sowie der gewählte Standort des Wlan-Router können für eine schlechte Verbindung verantwortlich sein. Wohnt man in einem Mehrfamilienhaus können zudem standardmäßig eingestellte Wlan-Router für volle Kanäle sorgen, die ebenfalls einen Einfluss auf die Signalstärke und den möglichen Datendurchsatz haben. Haben Sie in Ihrem Arbeitszimmer nur ein schwaches Wlan-Signal, kann ein Wlan-Repeater, der das Signal verstärkt, die Signal-Übertragung verbessern.

Tipp: Wenn Sie eine wichtige Onlinekonferenz oder ein qualitatives Telefoninterview für Ihre Forschung planen, nutzen Sie wenn möglich eine Internetverbindung per Kabel. Auf diese Weise schließen Sie eine potentielle Störquelle aus. Treten regelmäßig Probleme bei Videokonferenzen auf, prüfen Sie die bei Ihnen verfügbare Bandbreite.

Lesen Sie hier, wie Sie Zoom zur Aufnahme von qualitativen Interviews in der Forschung einsetzen.

Die Internetverbindung unterwegs

Wenn Sie von unterwegs stabilen Zugang zu einer Konferenz benötigen, nutzen Sie die Einwahl per Telefon. Die meisten Anbieter geben in den Meeting-Einladungen Telefonnummern zur Einwahl an. Auf diese Art nutzen Sie das Mobilfunknetz und nicht die Datenverbindung Ihres Mobiltelefons.

Sollten Sie doch die Einwahl per Datenverbindung, für die Bild- und Tonübertragung benötigen, denken Sie daran, dass gegebenenfalls Limitierungen wie das maximale Datenvolumen und die Übertragungsgeschwindigkeit die Verbindung beeinflussen. Zudem unterbinden manche Mobilfunkanbieter standardmäßig die Nutzung von VoIP (Voice over IP) und Videotelefoniediensten. Ähnliches kann bei öffentlichen HotSpots der Falls sein.

Audio- und Videoübertragung

Probleme bei der Übertragung können unter anderem durch die hohe Datenlast der Bildübertragung ausgelöst werden. In Meetings mit vielen Teilnehmenden kann es daher helfen, wenn alle Teilnehmer:innen die nicht aktiv partizipieren, ihre Kameras ausschalten. Geteilte Präsentationen oder Videos sollten im Vorfeld lokal auf dem Rechner verfügbar gemacht werden, ein paralleler Download großer Mediendateien kann die Verbindung zusätzlich belasten.

Auch Probleme mit dem Ton wie Störgeräusche sind zum Teil auf aktivierte Mikrofone der Teilnehmenden zurückzuführen. Auch hier gilt: Nur wer plant zu sprechen, sollte sein Mikrofon aktivieren. Dies kann durch den Host zentral gesteuert werden.

Rückkopplungen können zudem durch Verwendung von Headsets oder Kopfhörern vermieden werden. Wenn Sie mit mehreren Geräten vor Ort zeitgleich an einem Meeting teilnehmen, dann können Rückkopplungen ebenso durch Deaktivieren des Tons ausgeschlossen werden.

Tastaturkürzel für die Stummschaltung in Zoom

  • Als Nutzer: Eigene Audiostummschaltung
    • Windows – „Alt + A“
    • Mac – „Command (⌘) + Umschalt + A“
  • Als Host: Audiostummschaltung aller Teilnehmer:innen
    • Windows – „Alt + M“
    • Mac – Command (⌘) + Control + M

Tipp: Eine Vielzahl an weiteren Funktionen in Zoom lassen sich über Tastaturkürzel steuern, eine Übersicht für gängige Betriebssysteme finden sie auf den Hilfeseiten von Zoom.

Wie man technische Probleme bei Videokonferenzen vermeidet – weitere Tipps

Der Arbeitsspeicher

Oft benötigen Nutzer eine Vielzahl an Dokumenten während eines Meetings. Hetzt man von Onlinemeeting zu Onlinemeeting, kommt es vor, dass man viele Programme und Tabs im Browser geöffnet hat. Hinzukommen virtuelle Hintergründe und geteilte Präsentationen, die den Arbeitsspeicher zusätzlich belasten können.

Tipp: Wann immer Sie die Möglichkeit haben, schließen Sie nicht benötigte Programme und Dokumente. Führen Sie in regelmäßigen Abständen, wenn möglich vor einem Onlinemeeting, einen Neustart durch. Achten sie darauf, dass bereits geöffnete Dokumente bei einem Neustart nicht erneut geöffnet werden.

Server

Auch wenn die meisten Videodienste überwiegend sicher laufen und eine hohe Erreichbarkeit für Ihre Nutzer garantieren – hohe Zugriffszahlen auf die Server können einen Einfluss auf die Konferenz haben. Hatten Sie und andere Teilnehmer:innen Probleme in einer Telefonkonferenz, nutzen Sie die Möglichkeit, Feedback an den Dienstleister zur Verbindungsqualität zu geben. Dadurch können die internen oder externen Serverbetreiber entsprechend Anpassungen vornehmen und zukünftige serverseitige Probleme reduzieren.

Sie benötigen Unterstützung bei der Konzeption von Videokonferenzen für Ihre Forschung? Das eScience-Büro unterstützt Forschende der Fakultät für Erziehungswissenschaft – hier erreichen Sie uns per Mail.

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